Psychotherapie trifft Coaching: Warum Coaching zum Booster für echte Veränderung werden kann
Shownotes
In dieser Folge von Thinking into Health zeigen wir, warum Coaching weit mehr als ein Trend ist – es ist der fehlende Baustein für echte Ergebnisse in der Therapie. Verena teilt ihre persönlichen Erfahrungen aus ihrer Coaching-Ausbildung und zeigt, wie transformativ ziel- und lösungsorientierte Tools wirklich wirken. Du erfährst, wie du diese Ansätze als Therapeutin oder Therapeut direkt nutzt: um selbst gelassener zu werden, gesündere Routinen zu leben und deinen Patienten Werkzeuge an die Hand zu geben, die nachhaltige Veränderung schaffen. Ver stehen, wo unsere Muster herkommen, ist wertvoll. Doch wie kommen wir vom Verstehen ins Verändern? Viel Spaß beim Hören.
Und wenn Interesse an der Coaching Ausbildung hast oder du auch deine Gesundheit stärken möchtest, aber immer wieder an die Grenze deiner Denkmuster stößt, dann melde dich bei uns- mit Blick von außen und den “richtigen” Fragen, lösen wir Blockaden auf und zünden den Turbo für dein Leben und deine Gesundheit. Links zu uns findest du unter der Folge.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen beim Podcast Thinking Into Health, dein Podcast für ganzheitliche Gesundheit und ein glückliches Leben mit Dr.
00:00:07: Katja Schaf und Diplompsychologe Birina Wendt.
00:00:13: Und herzlich Willkommen zu einer neuen Folge!
00:00:16: Heute habe ich mich entschieden, mal wieder eine sehr persönliche Folge aufzunehmen.
00:00:20: Und zwar geht es darum wie Coaching die Psychotherapie bereichern kann.
00:00:25: und zwar habe ich mir vorgenommen das anhand meiner ganz persönlichen Erfahrung mit dir zu teilen weil vielleicht stehst du ja auch an dem Punkt und bist Psychotherapeut, Psychotherapeuten und hast dich auch schon häufig gefragt ob es nicht noch andere Möglichkeiten gibt mit Menschen so zu sprechen dass sie mehr in die Veränderung kommen.
00:00:43: oder Du hast dich vielleicht gefragt Warum du so gestresst bist und du so hasseln bist, und du am rödeln bist.
00:00:51: Obwohl du so viel weißt über Stressbewältigung.
00:00:53: Soviel weiß darüber wie ungesund das ist wenn du in so einem Stress bist.
00:00:56: oder du stellst dein Privatleben zurück Und der Job funktioniert zwar und du bist glücklich mit deinen Patienten und es läuft alles in der Praxis Aber zuhause läuft's nicht durch ständig Partnerschaftskonflikte oder mit den Kindern fühlst du dich überfordert Oder du kannst sich nicht gut abgrenzen oder.
00:01:12: Und das ist genau das, worum es letztendlich geht.
00:01:16: Ich habe mir gedacht am besten kann ich das glaube ich rüberbringen in einer Folge also in einer Podcast-Folge weil ich gemerkt hab is nicht ganz so leicht das zu transportieren mit zum Beispiel einigen Folien auf Social Media.
00:01:30: und unsere Absicht ist wirklich wir wollen Ärzte und Therapeuten erreichen.
00:01:34: warum?
00:01:35: Weil wir die Erfahrung gemacht haben Katja als Medizinerin, ich als Psychotherapeutin dass in unserer Berufsgruppe Menschen unterwegs sind, die ja ein ganz großes Herz haben.
00:01:45: Die wollen helfen!
00:01:47: Die wollen Menschen wirklich unterstützen.
00:01:50: Die haben diesen Beruf gewählt und diese unglaublich und unfassbar lange und auch anstrengende Ausbildung gewählt weil sie Menschen sind, sich krass selber motivieren können.
00:01:58: Weil Sie Menschen sind die aushalten können dass sie eine Zeit lang weniger Geld verdienen obwohl sie wahnsinnig viel arbeiten also die belastbar sind auch einen eigenen Antrieb haben, Ziele zu erreichen und gleichzeitig aber auch Menschen sind die dazu neigen sich für andere ein Stück weit aufzuopfern.
00:02:19: Sich nicht aufzugeben, aber schon so eigene Ziele nach hinten zu stellen und auch private Bedürfnisse nach hintenzustellen und die nicht selten eben auch Stress haben und durch den Stress eben auch häufiger krank werden.
00:02:30: das ist ja auch statistisch gesehen so dass es jetzt nicht nur ein Gefühl Und unser Ziel ist es, das zu verändern.
00:02:38: Weil wenn wir als Ärzte Therapeuten nicht wissen... Und zwar wirklich wissen auch in der Umsetzung, wie das geht.
00:02:43: Wie wollen wir es dann unserem Patienten vermitteln?
00:02:46: Wenn wir nicht wissen, wie wir weniger gestresst sind und glücklicher im Leben sind, wie wollen wir damit Patienten so arbeiten, dass die das in ihrem Leben auch hinkriegen?
00:02:55: Weil wir wissen ja inzwischen, dass so viele Krankheiten, die wir haben ungefähr siebzig-fünfzig Prozent massiv mit unserem Leben steht zusammenhängen.
00:03:02: Da spielt chronischer Stress eine ganz große Rolle und da spielen Gewohnheiten eine ganz grosse Rolle.
00:03:08: Und das möchte ich gerne heute mal ein bisschen beleuchten.
00:03:11: Weil, ich weiß dieser Begriff Coaching ist total abgetroschen und manche denken vielleicht schon auch bleibt mir doch weg mit Coaching.
00:03:17: weil es gibt so unfassbar viele Coacher am Markt da draußen die gibt es wirklich dass in den letzten zehn Jahren komplett aus dem Boden geschossen und Es ist ja nicht so, dass Coaching gleich Coaching isst.
00:03:29: Das heißt wenn wir davon sprechen von Coaching und sagen Coaching hat geile Ansätze die du für Therapie nutzen kannst dann dürfen wir das ein bisschen genauer fassen was wir damit meinen.
00:03:37: Weil es gibt auch wahnsinnig viele Coaching-Ansätze, die entweder nur kurzfristig funktionieren oder die eher auf so einer Chaka-Chaka-Mentalität beruhen.
00:03:46: So ich motiviere die Leute und ich gebe denen meine Power und dann sind sie kurzfristigt total empowert und gehen daraus und denken sich cool und jetzt mache ich das!
00:03:54: Und super und merken dann im Alltag dass es nicht funktioniert oder?
00:03:59: Ich vermittle so ein bisschen, worum es geht und gehe schon in die Tiefe mit denen.
00:04:04: Aber es funktioniert nur wenn ich das mit denen mache.
00:04:07: Das heißt, wenn sie zu mir kommen als Coach dann funktioniert das, dann lösen Sie Sachen auf und gehen wieder befreiter oder in einer besseren Stimmung von dannen aber sie kriegen's noch nicht selber hin.
00:04:18: Und das kann auch sehr frustrierend sein.
00:04:20: Macht natürlich Sinn das als Coach so zu machen weil dann kommen sie ja wieder zurück zu mir.
00:04:25: Das ist ja wieder auch nur kurzfristig gedacht, weil was wirklich funktioniert und das ist das, wofür wir losgehen.
00:04:31: Ist dass Menschen das umsetzen und dass sie selber lernen wie Sie es umsetzten können?
00:04:36: Und wenn das erreicht ist dann können Sie's auch wieder an andere Menschen in ihrem Umfeld weitergeben und so kann sich das weiter tragen und das is unsere Vision!
00:04:47: Warum kannst du als Arzt oder Therapeut von diesen Ansätzen profitieren?
00:04:51: Weil... Ich erzähle das jetzt einfach mal aus persönlicher Erfahrung.
00:04:55: Was wir, wie wir Psychotherapeuten lernen ist ganz viel Theorie!
00:05:00: Wir lernen auch wahnsinnig viel über Modelle zum Beispiel Modelle zu Intelligenz, Modelle zur Stress, Modellen zu bestimmten Krankheiten.
00:05:09: wie entstehen Panikstörungen der Kreislauf der Panik-Störung?
00:05:13: Wie kann man Panik Störung behandeln?
00:05:15: Alles erstmal Theorien theoretische Modelle Die funktionieren für bestimmte Dinge total gut.
00:05:22: Wenn ich Symptome behandle, wenn es um Depressionen geht und Angststörungen geht sind die Modelle hilfreich.
00:05:27: Ich kann dir den Patienten erklären und man kann daraus Behandlungsstrategien ableiten.
00:05:32: Jetzt hast du bestimmt auch schon die Erfahrung gemacht, dass wenn die Panikattacken weniger werden und die Menschen weniger depressive sind.
00:05:38: Dass es dann viel mehr um andere Themen geht.
00:05:40: das heißt die Symptome sind irgendwann im Verlauf der Therapie idealerweise in den Hintergrund gerückt.
00:05:46: Und was rückt dann in den Vordergrund?
00:05:48: In der Regel sind das Themen wie zu Hause.
00:05:51: haben wir immer den und den Konflikt mit meinem Partner oder ich mache mir solche Sorgen um mein Kind.
00:05:56: Ich habe so ängstlich möchte nicht, dass sich das auf meinen Kind überträgt.
00:06:01: Ich kann mich nicht abgrenzen von meinen Eltern meiner Ursprungsfamilie, stresst mich massiv im Alltag.
00:06:06: Dass die XYZ machen und ich nicht weiß wie ich mich verhalten soll oder mich immer wieder so verhalte dass ich am Ende gestresst bin das sind so Themen die dann an die Oberfläche kommen Und mir ging es als Psychotherapeutin zu Beginn meiner praktischen Tätigkeit So dass sich wenn es um diese Themen ging nicht wusste Wie ich damit umgehen soll.
00:06:25: also was soll ich denn jetzt?
00:06:27: mit den Patienten machen, wenn kein Modell mehr was ich gelernt habe funktioniert.
00:06:33: Wenn es eher um Themen geht wie Frieden mit der Vergangenheit schließen?
00:06:36: Mit Aussteigen aus wirklich alten verfestigten Denkmustern?
00:06:40: Wenn's darum geht das Selbstbild in selbst Wert zu stärken und ja ich weiß auch dafür gibt es wieder Modelle.
00:06:46: aber mir ging so und vielleicht gehts dir ja genauso Ich glaube dass weil warum sollte es nur mir so gehen Dass diese Modelle zwar hilfreich sind, es gibt dann so Säulen.
00:06:55: Selbstwert basiert auf denen und den Säule.
00:06:57: Das ist alles wichtig sehr schön und gut!
00:07:00: Aber was machst du mit dieser Theorie?
00:07:02: Klar kann ich das jetzt im Patienten vermitteln und sagen so selbstwert ist wie ein Haus.
00:07:06: da gibt's verschiedene Säuen.
00:07:07: Du darfst zum Beispiel lern dich abzugrenzen Ja und dann gehen die los.
00:07:10: Und was machen sie?
00:07:12: Sie grenzen sich nicht ab.
00:07:14: Warum?
00:07:16: Weil die Theorie dir nur bedingt hilft.
00:07:18: Die Theorie ist nämlich Wissen findet hier statt.
00:07:23: Wissen ist frontalhirn, wissen is information.
00:07:28: Das tun das handeln wird maßgeblich hier bestimmt nämlich aus dem Gefühl heraus und das Gefühl wiederum wird gespeist durch unsere unbewussten Denkmuster, nicht durch das Frontalhirn.
00:07:42: Deswegen haben wir viele Informationen, wir können viel Wissen haben auch via Therapeuten und wir können es nicht in die Umsetzung bringen.
00:07:48: warum?
00:07:49: Weil unsere ungewussten Muster im Hintergrund sind.
00:07:51: Aus meiner heutigen Sicht ist das auch die berechtigte Kritik von den Analytikern an den Verhaltenstherapeuten kleine Abstecher für die Therapeutin unter uns weil die Verhaltenstherapie an den Symptom rumdoktert, was sie hier auch macht.
00:08:04: Das heißt wir gucken dass die Panik weniger wird und wir gucken das die Depression weniger wird.
00:08:08: Und was dann darunter liegt?
00:08:10: An Persönlichkeitsentwicklung, die dazu führt, dass die Symptome überhaupt ist da sind.
00:08:15: Da wissen wir nicht mehr so richtig.
00:08:16: was machen wir damit.
00:08:17: Die Analytiker hingegen gucken sich das sehr wohl an, die gucken schon wie es die Persönlichkeit struktur, wie ist die Beziehungsgestaltung... Wie ist der Mensch geprägt und wo kann man vielleicht bestimmte Dinge da tief gehen, verändern?
00:08:34: Und manchmal funktioniert das mit Sicherheit auch.
00:08:37: Ich bin kein Analyptiker und auch kein Tiefenpsychologe deswegen ich sage das jetzt wirklich mit Bedacht.
00:08:42: Ich weiß nicht genau wie ihr arbeitet aber ich kann nur für mich sprechen dass mir ein paar Tools total geholfen haben wie ich schnell an den Kern vordringen kann.
00:08:51: Wie ich nicht lange in der Vergangenheit rumwühlen muss, im Sinne von dass man jetzt erstmal zwei Jahre Therapie macht um irgendwie rauszufinden okay wie war denn die Beziehung zu Mutter?
00:09:00: Wie war die Bezierung zum Vater?
00:09:01: Wie ist das?
00:09:03: Weil es dauert und was ich bei Patienten oft erlebt habe wenn sie schon analytische Therapien gemacht haben Entweder es hat mir gar nicht geholfen, weil ich habe einfach nur drüber gesprochen.
00:09:13: Der Therapeut hat zugehört und nicht viel dazu gesagt oder Es hat mir total geholpen mich zu reflektieren, mich besser zu verstehen.
00:09:20: aber ich kann's immer noch nicht ändern.
00:09:22: Und das ist ja das was wir auch brauchen.
00:09:24: also nicht nur dieses Verständnis von wie sind die Muster entstanden?
00:09:28: Wie ist die Persönlichkeitsstruktur und Verständniss für sich selbst entwickeln sondern was wir ja auch haben wollen Wir bei uns und natürlich auch die Patienten, ist eine Möglichkeit es zu verändern.
00:09:42: Wie kann ich das denn jetzt verändern?
00:09:44: Und da muss man meine Erfahrung nach gar nicht immer so lange in die Vergangenheit gehen.
00:09:49: Warum?
00:09:50: Weil du brauchst nicht alles aus der Vergangenhät aufzuarbeiten.
00:09:54: Überleg mal, du hast einen Patienten, der ist sechzig Jahre alt er bringt unglaublich viele Erfahrungen mit.
00:09:58: wenn du die alle aufarbeiten willst dann brauchst du drei hundert Stunden.
00:10:02: So wie geht das schneller?
00:10:04: Schneller kann das gehen.
00:10:07: zu dem Kern der Denkmuster vordringst.
00:10:09: Also wenn du guckst, was ist denn unbewusst als Kernmuster vorhanden?
00:10:14: Und das ist gar nicht so unterschiedlich!
00:10:16: Ich arbeite jetzt seit fast zwanzig Jahren mit Patienten.
00:10:18: Das ist nicht so unterschiedlich.
00:10:20: natürlich an der Oberfläche haben die alle unterschiedliche Geschichten und Natürlich ist das Leben auch total unterschiedlich aber im Kern sind immer ähnliche Denkmusta, die dem zugrunde liegen.
00:10:32: unter sind meistens Denkmuster rund um Selbstwert, nämlich sowas wie ich bin nicht gut genug oder Ich Bin Nicht Lebenswert und Darin gekoppelt Gedanken Wie Ich Bin Nur Liebenswert wenn Ich Leiste Oder Ich Bin nur liebenswert Wenn Ich Angepasst Bin Oder Ich bin nur Gut Genug Wenn Ich IrGendwie anderen helfe oder Ich bin Nur Gut Genug wenn Ich Leistung Bringe.
00:10:52: also im Grunde Denkmuster die sich um bestimmte Erfahrungen herum, die Menschen gemacht haben, entwickelt haben und die der Verstand produziert hat, um vor weiteren Enttäuschung zu schützen.
00:11:03: Und die Menschen irgendwann angefangen haben, zu glauben.
00:11:06: Wenn Sie das verstehen, dass es bestimmte Kerndenkmuster gibt, die sie selber rausfinden dürfen weil die so individuell sind und wir wissen auch nicht wie die sind, es dürfen die selber herausfinden.
00:11:16: wenn ich diese Kerndenkmuster herausgefunden habe Dann fängt die eigentliche Arbeit und die spannende Arbeit erst an.
00:11:23: Weil was ich dann machen darf, ist diese Denkmuster aufzulösen bei mir genauso wie bei den Patienten.
00:11:29: Und wenn ich das einmal bei mir erlebt habe – und da mache jetzt mal ein persönliches Beispiel – dann hab' ich eine Idee davon, wie ich das auch mit Patienten auflösen kann.
00:11:37: Und dann weiß ich auch, dass es möglich ist!
00:11:39: Weil das, was uns da massiv im Weg steht, nämlich die Angst.
00:11:43: Und das wünschte ich, hätte ich früher gewusst.
00:11:45: Weil ich habe mich immer gefragt warum manche Menschen in die Veränderung gehen und andere nicht?
00:11:50: Wo ist denn da der Unterschied?
00:11:52: Ich sage dir ganz ehrlich es ist nicht eine Frage der Intelligenz oder eine Frage von noch mehr Wissen anholfen.
00:12:02: Es ist schlichtweg der einzige Unterschied auf den es immer wieder zurückfällt, ob Menschen bereit sind durch diese Angst durchzugehen.
00:12:12: So, und was meine ich damit?
00:12:14: Was ich damit meine ist... Dass wir, wenn wir diese Denkmuster entwickelt haben und bei mir persönlich war das früher auch so ein Denkmustervon.
00:12:23: Ich bin nicht gut genug Weil meine Geschichte ist dass meine Eltern sich sehr sehr früh getrennt haben.
00:12:29: da war ich noch ein Baby Und sie haben sich scheiden lassen.
00:12:31: Da war ich einen Jahre alt und ich bin weitestgehend die ersten jahre mit sehr wenig Kontakt zu meinem leiblichen Vater aufgewachsen.
00:12:38: Als ich dann paar Jahre alt war hat er uns regelmäßig Zu sich geholt mein Bruder und mich so ungefähr ein wochenende pro monat.
00:12:46: für mich er in meiner Kindheit eher eine fremde Person, weil ich hatte diese frühkindliche Bindung nicht aus den ersten drei Jahren.
00:12:53: Die analytikativen Psychologen wissen wie wichtig das ist, weil da findet wirklich die Bindung statt.
00:12:57: Die hatte ich nicht!
00:12:58: Die hatte er nicht zu mir und ich nicht zu ihm.
00:13:01: Das heißt wenn ich bei ihm war, war das für mich hochgradig unsicher.
00:13:04: Ich wusste nicht wie er sich verhält, ich wusste nie wie ich mich da verhalten soll... Und es war eine Situation von sehr viel Stress und in dieser Situation habe ich Muster ausgebildet, allen recht machen.
00:13:17: Ich muss unter dem Radar fliegen, ich darf nicht noch zusätzlich zur Last fallen!
00:13:21: Ich muss liebenswert sein, ich muss nett
00:13:23: sein.".
00:13:24: Weil dann ist es nicht so bedrohlich weil ich einfach das Gefühl hatte als Kind ansonsten wird's bedrohlig für mich.
00:13:32: ob es jetzt so war oder nicht?
00:13:33: Ist völlig irrelevant aber das war mein Gefühl und diese Denkmuster von Ich muss das und das machen, um liebenswert zu sein.
00:13:40: Und auch gekoppelt mit so einer Überzeugung von ich werde nicht einfach so geliebt wie ich bin weil ich habe mir lange die Geschichte erzählt dass mein Vater mich nicht liebt.
00:13:48: Weil er nicht mehr Zeit mit mir verbracht hat und weil er nicht involvierter war in meiner Kindheit.
00:13:53: Weil sich aus meiner Sicht nicht für mich interessiert hat als ich klein war.
00:13:58: Wir haben das erst auflösen können, da war ich schon Ende zwanzig und da hat mir das Coaching massiv geholfen.
00:14:04: Weil was ich da erkannt habe – und es war für mich ein Knoten der geplatzt ist – ist dass das erstmal nur meine Geschichte ist.
00:14:11: Ich hab' mir die Geschichte erzählt, dass mein Vater mich nicht liebt, dass das der Grund ist dafür, dass alles so gelaufen ist wie's gelaufen is'.
00:14:19: Und was ich gemacht hab', und da ist glaubt mir das massiv Angst aufgetreten Ich habe nicht darauf gewartet oder nicht mehr, dass mein Vater zu mir kommt und sich entschuldigt oder anerkennt das er mehr hätte da sein sollen.
00:14:31: Ganz lange wollte ich das aber irgendwann hab' ich erkannt Das ist nicht der Weg!
00:14:35: Ist nicht der weg, dass er sich entsschuldigt und es anerkennt und dann geht's mir besser.
00:14:39: Sondern der Weg is andersrum.
00:14:40: Dass ich für mich anerkenne, dass ich mir eine Geschichte erzählt habe aufgrund meiner Kindheitserfahrung die mich auch heute als erwachsener Mensch immer noch am Arsch hat auf gut Deutsch weil ich die geglaubt habe und diese Geschichte ist, mein Vater liebt mich nicht.
00:14:57: Also bin ich als Person nicht lebenswert, weil ich bin nur lebenswert wenn ich anderen
00:15:00: gefalle.".
00:15:01: Und das hat zu ganz vielen anderen Entscheidungen in meinem Leben geführt, die wieder zu ganz viel Stress geführt haben.
00:15:07: Was ich gemacht hab es?
00:15:09: Ich hab meinen Vater getroffen und ich hab ihm gesagt dass ich ihm verzeihe, auf dem Standpunkt stehe, dass er etwas anders hätte machen müssen.
00:15:20: Sondern das ich jetzt weiß, dass seine Liebe gar nicht der Punkt ist und er hat mir auch immer wieder gesagt, dass es mich liebt sondern, dass meine Schlussfolgerungen sind, dass ich das auf mich bezogen habe Ja, dass ich ihm verzeihe und damit abschließe.
00:15:39: Und das ich für mein Glück verantwortlich bin.
00:15:41: Letztendlich habe ich ihm das gesagt und glaub mir mal vor diesem Gespräch.
00:15:44: Ich hatte eine Heidenangst und ein Teil von mir hat auch gesagt es ist total unfair weil ich hätte das ja verdient und es hätte anders laufen müssen.
00:15:51: und was?
00:15:51: Ich hatte so viele Gedanken im Kopf war so gestresst vor dem Gespräch aber dieses Gespräch mit ihm Es hat mein ganzes Leben verändert Weil in dem Moment und heute versteh ich das was da passiert ist hab ich die Verantwortung übernommen Leben zurückerobert.
00:16:08: Ich habe nicht mehr ihn verantwortlich gemacht dafür, ob ich glücklich bin oder nicht.
00:16:11: und wisst ihr was dann passiert ist?
00:16:14: Es ist so verrückt!
00:16:16: Zum einen hatten wir da vor jahrelang Kontaktabbruch und nach diesem Gespräch haben wir wieder Kontakt gehabt.
00:16:24: Mein Vater war den Tränen nahe in diesem Gesprächen.
00:16:27: Ich hab gemerkt wie ihm das berührt hat und komischerweise nach dem Gespräch hatte er mir ganz oft erzählt wie leid ihm das tut dass die Dinge so gelaufen sind.
00:16:37: Und er hat mir seine Sicht der Dinge erzählt und dann habe ich immer mehr verstanden, das ganz viel was in meiner Kindheit passiert ist auch mit seinen Entscheidungen zu tun hatte.
00:16:45: Mit der Lebenskonstellation und gar nicht mit mir!
00:16:48: Ich hab soviel auf mich bezogen, was gar nichts mit mir zu tun hätte.
00:16:52: Und ich hab wirklich gemerkt wie sehr er mich liebt.
00:16:55: Dass ihm das selber total leid getan hat, dass er diese Beziehung zu mir nicht in der Kindheit näher gestalten konnte.
00:17:03: Wir hatten noch richtig viele schöne Jahre Von meinem neunzwanzigsten Lebensjahr bis zu meinem, jetzt muss ich überlegen, zweinviertzigsten Lebensjar.
00:17:12: Weil da ist er an Krebs gestorben.
00:17:14: und diese Jahre sind so wertvoll gewesen weil wir wirklich eine richtig krasse Nähe zueinander hatten sodass sich auch kurz vor seinem Tod und seinem Bett saß und noch so intensive Gespräche mit ihm führen durfte und so eine Nähe auch empfunden habe zu ihm die es so schön war.
00:17:31: da werde ich richtig emotional, weil es war wirklich ein großes Geschenk.
00:17:35: Es ist für mich so ein großes geschenk und als ich keinen Kontakt zu ihm hatte jahrelang hatte ich ganz oft den Gedanken was ist denn wenn er jetzt stirbt?
00:17:46: Ich hätte nicht gewusst wie ich mich verhalten solls wäre ganz komisch gewesen auf der Beerdigung und ich hatte intuitiv das Gefühl dass das nicht für mich gut ist also dass ich einfach diese Beziehung klären möchte und vollständig machen möchte zu Lebzeiten.
00:18:02: Also es war ein ganz starkes Gefühl, was mich motiviert hat zusammen mit dem Gefühl ich möchte jetzt Verantwortung für mein Leben übernehmen dieses Gespräch damals zu führen und das ist das was einen Riesenunterschied gemacht hat.
00:18:15: Und das sind Tools.
00:18:16: die habe ich aus dem Coaching was ich damals gemacht haben mitgenommen.
00:18:19: sie hab mir niemand in der Therapie Ausbildung gezeigt.
00:18:23: Ich behaupte jetzt einfach mal, weil ich habe auch schon viele Therapeuten kennengelernt.
00:18:26: Ich hab selber zwei Therapien gemacht in meinen zwanzigern.
00:18:29: Ich kenne wahnsinnig viele Therapeuten die mit mir Ausbildung und Selbsterfahrung gemacht haben.
00:18:33: Und ich weiß dass es auch viele Thérapeuten da draußen gibt, die ihre Themen im Kern nicht aufgelöst haben.
00:18:40: Das macht uns Stress!
00:18:41: Und das führt dazu, dass wir auch in unseren Beziehungen mit unserem Partnern keine erfüllte Ebene erreichen können, weil alte Sachen noch da sind.
00:18:49: Und wir wissen nicht wie wir die auflösen können.
00:18:51: und letztendlich ist es nicht so kompliziert.
00:18:53: du darfst halt nur verstehen was dir im Weg steht.
00:18:57: Was dir im wegsteht ist ganz massiv deine eigenen unbewussten Denkmuster und da brauchst du keine jahrelange Therapie für.
00:19:03: Was du dafür brauchst is jemand der die einmal mit dir schreddert und dich in die Eigenverantwortung holt.
00:19:09: Das ist nicht nett, glaub mir das.
00:19:11: Und ich fand meine Koche damals auch mal richtig Scheiße zwischendurch.
00:19:14: Ich fand die Übung richtig blöd und die Koche richtig blöde weil ich manche Dinge nicht hören wollte.
00:19:22: Weil ich noch auf meinem Standpunkt stand von ich habe Recht und er hat Unrecht und er muss sich gefährlichst bei mir entschuldigen.
00:19:30: Das ist das, was du lernen kannst.
00:19:31: Jetzt auch wieder um den Bogen zu schlagen wenn du Therapeut bist und zuhörst.
00:19:34: Das ist dass, was Du lernen kannst wie du so mit Menschen sprichst, dass du dich nicht mehr für deren Geschichten einspinnen lässt also dass du das nicht mehr alles glaubst was sie dir erzählen sondern dass du auf einer wertfreien Ebene bleibst und wirklich guckst.
00:19:49: okay die Geschichte die sich da jemand erzählt ist die Funktional für das, wo derjenige hin will.
00:19:55: Und ich wollte, dass mein Selbstwertgefühl ein anderes ist und ich wollte eine andere Nähe zu meinem Vater.
00:20:00: Ich wollte in der Lage sein, eine Nähe einem Mann zuzulassen, sodass ich auch im Partnerschaft verbunden sein
00:20:06: kann.".
00:20:07: Das waren meine Ziele!
00:20:08: Die Coaches haben nur geguckt wie kann ich das auflösen was da im Weg steht?
00:20:12: Sie haben erkannt, dass das, was mir massiv im Weg steckt die Vorwürfe sind, die ich an meinen Vater hatte.
00:20:17: Die haben sie aufgelöst, geschreddert Und ich bin dann losgegangen und habe umgesetzt.
00:20:23: Und beides brauche es, weil du hast nur in der Hand, dass du einmal diese Denkmuster schredderst die jemand hat so das er nicht mehr aufrechterhalten kann.
00:20:31: ob derjenige dann losgeht und umsetzt liegt nicht mehr in deiner hand.
00:20:34: also auch keine verantwortung für da kannst du nur aufzeigen wenn jemand es nicht macht dass er dann auch im alten bleiben wird.
00:20:41: hätte ich dieses gespräch nicht geführt hätte sich das nicht so massiv verändert Dann wäre die geschichte jetzt eine andere Dann hätte ich vielleicht nicht so viel Kontakt zu meinem Vater gehabt.
00:20:49: Ich wäre vielleicht heute nicht so glücklich in Partnerschaft, bin sogar sicher das es so gelaufen wäre und das weißt du aber ja nie weil wir können ja immer nicht zurückgehen und dann andere Entscheidungen treffen und gucken was passiert.
00:21:00: alles was sich dir aus meiner Erfahrung sagen kann ist Das ist ganz, ganz wirkungsvolle Tools gibt die uns in unserer Therapieausbildung niemand beibringt.
00:21:09: Und ich wünsche mir dass es mehr Therapeuten gibt die so arbeiten weil meine Praxis auch überschwemmt ist mit Anfragen von Menschen Die genau diese Themen haben und je mehr Therapeuten Es gibt die effizient und schnell einfach mit Patienten zu diesem Kern gehen.
00:21:24: und Ich weiß es gibt jetzt viele die sagen ja das geht aber doch nicht Weil sie sind so belastet und es dauert dann einfach.
00:21:29: und ich weiß dass individuell unterschiedlich sein kann Aber ich spreche jetzt Großteil der Patienten, die nicht komplex traumatisiert sind.
00:21:38: Zichtdiagnosen haben und eine Borderline-Persönlichkeitsstörung.
00:21:41: Ich spreche jetzt einfach mal von einem Großteil der Patienten, die mit Ängsten kommen, mit Depressionen kommen, Mit Burnout, mit Erschöpfung, mit Panikattacken, mit leichteren Formen von Essstörungen oder meinetwegen auch Zwangserkrankungen.
00:21:52: Und dahinter steht chronischer Stress und dahinter stehen bestimmte Muster, die man verändern kann.
00:21:59: Und schneller als wir das oft tun.
00:22:01: Davon spreche ich!
00:22:03: Da kannst du kombinieren.
00:22:04: Du kannst deine Therapiemethoden, die du hast... Die ja mega sind für die Symptomebene kombinieren mit Ansätzen, wo du eher dahinter blickst.
00:22:14: Wo du eher tiefer gehst und wo du guckst, wo stehen sich die Leute denn im Weg?
00:22:18: Wo ist der Kern im unbewussten Denken, wo die was auflösen dürfen um Schritt weiter zu gehen?
00:22:24: Und das... ist mega, mega wertvoll.
00:22:27: Und ich kann das nur aus eigener persönlicher Erfahrung sagen für mich hat es mein ganzes Leben verändert.
00:22:32: also ich mache wirklich einen Cut und sage mein Leben die ersten neunzwanzig Jahre um mein Leben danach weil diese Entscheidung damals das war wirklich wie so ein Befreiungsschlag.
00:22:40: Ich habe mich von meiner Vergangenheit befreit und bin ganz anders in die Zukunft gerichtet unterwegs.
00:22:46: und das heißt nicht dass sich heute keine Probleme mehr hätte und dass es mir immer gut geht.
00:22:50: Es ist nicht so einfach.
00:22:52: Also bei viele denken dann ja oh ja ein Coaching Heimmittel und dann ist immer alles schon wie du super.
00:22:57: Nein, weil das Quatsch ist so ist das Leben ja nicht!
00:23:00: Du hast auch wenn du Coaching machst noch Herausforderungen, du hast auch Wenn du Tools kennenlernst wie aus Dingen schneller rauskommst noch Herausforderung.
00:23:08: ich habe die jetzt auch nur auf einer anderen Ebene.
00:23:10: Ich hab die immer noch tagtäglich.
00:23:12: Ich weiß jetzt nur mit vielen Dingen ganz anders umzugehen Und wenn ich an Grenzen komme, dann suche ich mir nach wie vor Unterstützung.
00:23:20: Dann führe ich Gespräche mit Menschen bei denen ich weiß dass die mich aus Dingen rausholen.
00:23:24: Aus dysfunktionalen Denken muss dann raus holen so das sich wieder ein Schritt weiterkomme.
00:23:28: Das hört letztendlich nie auf.
00:23:31: aber es ist super privileg Menschen zu haben und ich glaube dieses Netzwerk ist tatsächlich funktional, dass du das hast.
00:23:37: Weil nicht umsonst sind ja Menschen die zum Beispiel super erfolgreich sind, die Dinge umsetzen.
00:23:43: Die sind oft in Netzwerken von Menschen, die sich gegenseitig empowern, die auch erfolgreich sind und die auch umsetzten.
00:23:50: Weil dieses Netz Werk brauchst du!
00:23:52: Das ist einfach total wichtig weil wir alle immer schnell zurückfallen in dieses Mi-Mi-Mi.
00:23:56: Und naaa, es ist alles so schwer und anstrengend.
00:23:59: Es geht mir heute so schlecht und heute will ich aber nicht und habe keine Lust und am liebsten würde ich hier sitzen und heulen, oder einfach alles hinschmeißen.
00:24:05: Wir haben alle diese Momente!
00:24:06: Und in diesen Momenten ist es einfach wertvoll wenn wir Menschen in unserem Umfeld haben die uns da wieder rausholen und die uns daran erinnern wie stark wir sind und sie uns daran Erinnern dass wir's in der Hand haben unser Leben zu gestalten Wenn wir nicht alles glauben was wir denken und wenn wir den Mut haben durch diese Angst durchzugehen und auch Entscheidungen zu treffen Die neu sind und die Neues entstehen lassen und die Uns eben angst machen.
00:24:31: Und jetzt nochmal ein ganz kurzer Abstecher dazu, warum wir so viel Angst haben vor Veränderung.
00:24:36: Die Angst gehört dazu.
00:24:37: du kannst nicht verändern ohne Angst weil dein Verstand will dich immer im Alten halten.
00:24:43: Der will, dass du das machst was du bis gestern gemacht hast.
00:24:46: Weil das ist für den Verstand sicherer weiß er.
00:24:49: so hat er überlebt.
00:24:50: wenn du jetzt losgehst und fängst an dich abzugrenzen oder fängest an deinem Vater dem du neunzwanzig Jahre Vorbefür gemacht hast zu sagen ich verzeihe dir dann springt deinen Verstand erstmal im Dreieck weil der denkt keine Ahnung was du da gerade vorhast.
00:25:03: Ich habe keine ahnung ob das sicher ist.
00:25:05: hör mal auf damit.
00:25:05: geh wieder zurück zum alten.
00:25:07: er produziert Angst, weil dein Verstand überleben will.
00:25:11: Dein Verstand ist es aber auch ziemlich egal wie glücklich oder wie erfüllt du bist.
00:25:15: Der ist nur darauf programmiert, dein Überleben zu sichern.
00:25:18: Das heißt Dinge die neu sind machen dem Verstand immer Angst!
00:25:22: Wenn Du aber Veränderung möchtest darfst Du in eine neue Richtung gehen dann darfst du neue Entscheidungen treffen und die fühlen sich am Anfang erstmal total scheiße an.
00:25:32: Und was wir Menschen oft machen ist, wir warten auf das Gefühl.
00:25:35: Wir denken, wenn ich doch erst mal das Gefühl habe dass sich das kann dann mache ich das.
00:25:40: Es funktioniert aber genau andersherum.
00:25:42: du springst Du hast eine Vorstellung davon wo du hin willst und gehst einfach los!
00:25:48: Und das Gefühl folgt weil du merkst Das es gar nicht so bedrohlich ist.
00:25:52: Es is ja nur dein Verstand der denkt das es bedrohlig ist.
00:25:55: Wenn du erstmal diesen Schritt gegangen bist Und du hast dich zum Beispiel abgegrenzt oder du hast deinem Vater verziehen, oder du hasst eine andere Entscheidung getroffen.
00:26:04: Dann merkt deinen Verstand ja auch hey passiert gar nicht so viel ist sicher.
00:26:08: dann können wir das machen.
00:26:10: Aber die Erfahrung die brauchst Du erstmal und um diese Erfahrung machen zu können darfst Du halt einmal durch die Angst durchgehen.
00:26:17: Ja macht es Sinn für Dich?
00:26:19: Das ist das warum so herausfordernd ist und was wir Therapeuten oder Coaches machen dürfen die Menschen da nicht vom Haken zu lassen und dann nicht zu sagen, sie haben aber auch Recht.
00:26:31: Das ist aber auch kompliziert bei ihnen im Leben.
00:26:33: Und na gut!
00:26:34: Dann verstehe ich das natürlich, dass Sie das jetzt nicht machen.
00:26:37: Nein!
00:26:38: Sondern dass wir wirklich hingehen und sagen okay, ich versteh das, dass sie gerade Angst haben oder du gerade Angst hast kann das total nachvollziehen.
00:26:46: Aber jetzt gucken wir nochmal.
00:26:47: Wenn du so weiter machst wie bisher, dann weißt du auch welche Ergebnisse du hast nämlich dieselben wie bisher.
00:26:53: Willst du die?
00:26:54: Nee, du willst sie nicht.
00:26:55: Du willst andere Ergebnisse?
00:26:57: Dann darfst du losgehen und was anders
00:26:59: machen.".
00:26:59: Und ja, Angst gehört dazu.
00:27:01: durch die Angst gehst du durch.
00:27:02: Danach hast du die Veränderung.
00:27:05: Das ist das, was wir machen dürfen.
00:27:07: Was wir aber aufmachen gerade auch in der Psychotherapie mit unseren Patienten, dass wir uns für die Geschichten, die uns erzählt werden, enrolln lassen.
00:27:15: Sondern wir das gerne.
00:27:16: Also man lässt sich da so ein bisschen für einkaufen.
00:27:18: Man glaubt denen das!
00:27:20: Wenn man die glaubt ... dann kann man es nicht mehr auflösen.
00:27:24: Weil Empathie ist ja wichtig, auch gerade in der Psychotherapie und es ist nicht unempatisch jemanden darauf aufmerksam zu machen dass seine Geschichten für das Ergebnis was er haben will nicht funktionieren.
00:27:36: ich finde das sogar mittlerweile maximal empathisch weil ich denjenigen ja damit empower dahin zu kommen wohin will Und ich kann ja empathisch mit fühlen und sagen Ja und ich weiß dass jetzt gerade total herausfordernd ist Das schließt sich ja nicht aus, aber es hilft dem Menschen auch nicht wenn ich sage sie haben aber auch recht.
00:27:56: Also ich habe mal eine Psychotherapie gemacht mit Mitte zwanzig weil ich diese familiären Konfliktsituation so belasten fand und die Therapeutin hat im ersten Kontakt zu mir gesagt Ja Sie haben's aber auch schwer!
00:28:08: Und ihr Vater ist aber auch wirklich ein Arsch gewesen.
00:28:11: Ihr könnt ja auch verstehen dass es ihnen so schlecht geht So...und die Art von Empathie hilft nicht Weil das ist auch nicht wirklich Empathie, sondern das ist mehr so ein Mitleiden.
00:28:23: Und wenn wir mit leiden dann ist niemandem geholfen weil da geht es den Patienten nicht besser und dann gibt's mir als Therapeut auch nicht besser.
00:28:29: aber ich fühl mich dann genauso hilflos wie der Patient und denke Ich kann dem ja auch nicht helfen.
00:28:34: Der hat halt einfach einen Scheiß Leben.
00:28:36: Ja Dann Ist Das Wohl So und dass ist die Art von Empathy Die Nicht Weiterhilft.
00:28:40: das heißt du darfst empathisch sein Und mit fühlen, mit deinen Patienten und mit deinen Coaches.
00:28:46: Und gleichzeitig aber immer gucken wo wollen die hin?
00:28:48: Und ist das wie sie gerade unterwegs sind?
00:28:50: Funktional!
00:28:51: Wenn du Bock hast das zu lernen dann gibt es bei uns ganz frisch startet diesen Oktober zum ersten Mal eine Coaching-Ausbildung für Ärzte und Therapeuten, wo du das lernen kannst.
00:29:01: Und wenn du kein Arzt oder Therapeut bist und du willst das in einem anderen Kontext lernen, auch dafür haben wir eine Coaching-Ausbildung.
00:29:07: Weil wir wirklich losgehen für diese Veränderung und dann kannst du erstmal lernen dass bei dir alles aufzulösen weil das ist der erste Schritt, dass du das Commitment hast das bei dir auf zu lösen und im zweiten Schritt gehst du dann los und lernst wie du mit Menschen so sprichst dass sie das bei sich auflösen.
00:29:24: Von daher, wenn du Interesse hast, das selber zu lernen.
00:29:27: Wir haben jetzt wirklich jahrelang miteinander gearbeitet Katja und ich und haben zwei ganz wunderbare Coaching-Ausbildungen entwickelt die einen für unsere Berufsgruppe, die andere offen für alle Menschen, die das nutzen wollen.
00:29:38: wir haben da Lehrer drin, die dass an der Schule nutzen wollen mit Schülern, wir haben dort Unternehmer drin die das in ihrem Unternehmen nutzen um erfolgreicher zu sein oder privaterfüllter einfach, ob das was für dich ist.
00:29:50: Dass du sagst, du hast Bock das zu lernen weil es ist also aus meiner Sicht eine absolute Bereicherung.
00:29:55: Für mein Leben war's das auf jeden Fall und ich freue mich einfach dass wir es jetzt weiter geben können.
00:30:00: wenn du Interesse hast melde dich einfach bei uns.
00:30:03: Du findest uns auf den sozialen Medien.
00:30:05: Du findes uns bei Instagram bei Facebook und bei LinkedIn Und unter diesem Video sind ja auch immer alle Informationen verlinkt.
00:30:11: Auch unsere Homepage hat Informationen wo du drauf.
00:30:15: Ja, alles finden kannst www.mineforhealth.de.
00:30:18: also wenn du möchtest findest du uns und kannst Kontakt zu uns aufnehmen und kriegst dann alle weiteren Infos.
00:30:24: ich danke dir sehr fürs Zusehen schrägschrigzuhören.
00:30:29: Und ja Ich hoffe sehr dass ich deutlich machen konnte was wir damit meinen Wenn wir sagen es gibt sehr coole Coaching Tools mit denen Du wirklich in die Veränderung kommen kannst weil das ist wirklich so.
00:30:42: Tool klingt immer so ein bisschen irreführend, weil es ist nicht wirklich ein Tool im Sinne von ich gebe dir einen Ratschlag oder ein Tool an die Hand und so kannst du's machen.
00:30:50: Sondern dass das Tool dahinter ist.
00:30:52: Im Grunde diese Arbeit an diesen unbewussten Mustern und das dranbleiben und das überwinden der eigenen Grenzen auch, dass man wirklich durch diese Angst durchgeht und zwar bei sich selbst und eben auch bei den Patienten und Coaches aushält, die durch diese angst durch zu führen.
00:31:08: Und da nicht zurückzuschrecken und zu denken, ah okay traue ich mich nicht mit dem geht so schlecht oder mache ich das nicht?
00:31:14: sondern dass man daran bleibt.
00:31:15: bei Veränderung ohne Angst gibt es nicht.
00:31:18: So!
00:31:18: Die Angst ist ja auch ok.
00:31:19: du kannst ja auch Angst haben und Dinge mit Angst machen.
00:31:22: Es geht ja auch mach ich zum Beispiel ständig mach ständig irgendwelche Sachen vor denen ich Angst habe.
00:31:27: Zum Beispiel diese Videos aufzunehmen hatte ich auch am Anfang Angst vor ein Podcast aufzunähen hat ich auch Angst vor einen Unternehmen zu gründen hatte ich tierisch Angst vor.
00:31:38: Und du kannst da durchgehen und dann entwickelst du dich weiter.
00:31:41: Vielen Dank fürs Zugucken, fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal!
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