Klarer führen, entspannter begleiten: Wie Coaching Verena`s Psychotherapie bereichert hat

Shownotes

Kann Coaching die klassische Psychotherapie bereichern? In dieser Folge teilt Verena ganz offen, wie die Integration von Coaching-Methoden ihre Arbeit als Psychotherapeutin nachhaltig verändert hat – für bessere Therapieerfolge und deutlich mehr eigene Gelassenheit.

Früher stand oft der Leidensdruck im Fokus, heute fragt sie konsequent nach dem Ziel.

Das macht ihre Sitzungen struktureller, zielgerichteter und extrem umsetzungsfokussiert. "Wer nichts verändern möchte, muss das nicht – dann endet die Begleitung schlicht früher. Wer aber bereit für Veränderung ist, findet in mir eine verlässliche Partnerin an seiner Seite", sagt Verena.

In dieser Folge erfährst du:

• Warum Mitgefühl heilt, aber Mitleid schadet: Wie Verena gelernt hat, empathisch zu begleiten, ohne sich emotional im Leid zu verlieren. • Das Prinzip der 100/100-Verantwortung: Warum die Verantwortung für den Therapieerfolg zu 100 % beim Patienten liegt – und ihre zu 100 % bei einer exzellenten therapeutischen Führung. Das befreit vom eigenen Leistungsdruck. • Veränderung ist immer möglich: Warum selbst schwere oder multiple Traumata kein Hindernis sind, um festgefahrene Denkmuster und belastende Schlussfolgerungen aufzulösen. • Die Macht der Denkmuster: Wie die Arbeit an den Gedanken unsere gefühlte Realität erschafft und der Schlüssel für echte Verhaltens- und Gefühlsveränderungen ist.

Das Ergebnis? Eine Therapie, die fokussierter, fordernder und gleichzeitig zutiefst wertschätzend ist – und ein Praxisalltag, in dem Verena selbst entspannter, gestärkter und rundum zufriedener arbeitet.

Hör rein und erfahre, wie der Blick über den therapeutischen Tellerrand neue Wege für die Praxis eröffnet!

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Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich willkommen beim Podcast

00:00:01: Thinking Into Health, dein

00:00:03: Podcast für ganzheitliche Gesundheit und ein glückliches Leben mit Dr.

00:00:07: Katja Schaf und Diplompsychologe Birina Wendt.

00:00:14: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge.

00:00:16: Heute ist es eine Folge speziell für Psychotherapeuten und Psychotherapeutinnen, vielleicht interessiert dich die Folge aber auch und du bist eher auf der anderen Seite unterwegs also hast vielleicht selber Herausforderungen, die du meistern möchtest, vielleicht auch Symptome, die loswerden möchtes.

00:00:31: dann kannst du auch von der Folge profitieren.

00:00:33: Und zwar geht es darum wie kann die Psychotherapie von modernen Coaching-Ansätzen profitieren?

00:00:39: Die veränderungsorientiert sind?

00:00:42: Wie du vielleicht weißt, haben Katja und ich ganz frisch auch eine Coaching-Ausbildung für Ärzte und Therapeuten ins Leben gerufen.

00:00:48: Genau aus dem Grund weil wir beide uns ja kennengelernt haben letztendlich durch unsere Coaching Ausbildung und wir die Erfahrung gemacht haben dass das was wir dort gelernt haben eine so immense Bereicherung für unsere tägliche Arbeit mit Patienten ist, dass wir das mega gerne einfach an andere Patienten äh an anderen Therapeutinnen und Ärzten weitergeben wollen.

00:01:10: Bei der Psychotherapie habe ich festgestellt, hat es die Art wie ich mit Patienten arbeite und vor allem auch mein eigenes Stresslevel in der täglichen Praxis immens verändert.

00:01:24: Und ich gehe jetzt einfach mal auf ein paar Punkte ein.

00:01:26: Ich hatte mir im Vorfeld Gedanken gemacht was ich hier gerne teilen möchte.

00:01:30: Ich glaube das wesentlichste Punkt ist tatsächlich dass sich heute immer, immer und zwar nicht nur zu Beginn der Therapie sondern zu Beginnen einer jeden Sitzung nach dem Zielfrage Wenn du jetzt selber Therapeut bist, dann weißt du.

00:01:43: Wenn wir eine Therapie beginnen gucken wir uns natürlich auch an und wenn wir Anträge schreiben müssen gehört das auch dazu.

00:01:49: was ist denn das Ziel der Therapie?

00:01:54: So sage ich jetzt einfach mal aus meiner persönlichen Erfahrung.

00:01:57: Dümpeln dann, wenn man erst einmal gestartet hat mit der Therapie die Sitzung ein bisschen dahin und man macht halt immer so ein bisschen weiter, wo man das letzte Mal aufgehört hat.

00:02:05: Und was ich früher nicht so stark gemacht habe ist wirklich bei jeder Sitzungen zu gucken, was für heute das Ziel ist?

00:02:11: Also was bringen Sie heute mit?

00:02:13: Ich frage meine Patienten immer gibt es eine Frage aus der letzten Sitzungs-, aus der Letzten Woche hat da noch etwas gearbeitet oder gibt es etwas Aktuelles?

00:02:22: Und dann gucken wir, was ist das Ziel für die heutige Sitzung?

00:02:26: Das ist dann auch auf jeden Fall die oberste Priorität.

00:02:29: Warum ist es wichtig?

00:02:31: Letztendlich ist das wichtig, weil ein Ziel dir immer eine Ausrichtung gibt und zwar nicht nur in der Therapie sondern auch in deinem Leben.

00:02:37: Das heißt wenn wir uns Ziele setzen wissen wir wo wir uns hin entwickeln wollen.

00:02:41: Das ist ganz wichtig, denn da haben wir einen Zug dahinter, dann haben wir eine Orientierung und dann sind wir auch eher bereit uns durch Schwierigkeiten durchzuentwickeln, weil wir ja wissen wo wir hinwollen und wofür wir das machen.

00:02:52: Deswegen macht es Sinn sich Ziele immer wieder bewusst zu machen.

00:02:55: Also, erster Punkt nach Zielenfragen.

00:02:59: Zweiter Punkt die innere Haltung.

00:03:02: Die innere haltung eines Therapeuten ist ja grundsätzlich erstmal wertschätzend und empathisch.

00:03:07: idealerweise da gibt es auch verschiedene Modelle nach Rogers.

00:03:11: Und dann hat man so geschaut was macht Therapeutin aus?

00:03:15: Wann können sie gut mit Patienten arbeiten?

00:03:19: Empathisch alleine bringt dich nur bedingt weiter.

00:03:23: Warum?

00:03:24: Weil es gibt einmal einen Unterschied und den habe ich erst in meiner Couching-Ausbildung gelernt zwischen empathisch sein, mit fühlen und empathisch seien und mit leiden.

00:03:35: Wenn ich empathisch bin und mitleide dann lasse ich mich runterziehen von den Geschichten des Patienten Und ich kenne das aus eigener Erfahrung.

00:03:44: Dann hat man Patienten vor sich sitzen eine herausfordernde Geschichte erlebt und die erzählen einem das.

00:03:51: Und dann merkt man richtig, wie man so richtig mit runtergezogen wird und so denkt ja es ist auch wirklich alles scheiße!

00:03:58: Also wie soll man denn da jetzt irgendwie vernünftig mit umgehen oder anders rauskommen?

00:04:02: Man fühlt regelrecht diese Schwere und es fühlt sich als Therapeut so an dass man irgendwie auch keine Möglichkeit hat, irgendwie durchzukommen oder irgendwie produktiv mitzuarbeiten, oder irgendwie einen anderen Standpunkt aufzumachen.

00:04:17: Weil wenn du mitleidest kannst du das nicht mehr und deswegen ist Empathie super.

00:04:21: aber du darfst die Empathiekoppeln mit einer inneren Haltung von.

00:04:27: Okay, das ist jetzt erstmal so wie der Patient das erlebt hat und es ist ja nicht die Realität.

00:04:32: Es ist ja erst mal nur gefiltert durch die eigene Brille der Wahrnehmung.

00:04:36: Und jede Wahrnehnung kann – da kommen wir gleich zu.

00:04:39: Kann ich hinterfragen?

00:04:41: Ich schwinge mit, ich fühle mit weil ich merke dass der Patient eine Herausforderung erlebt und ich gehe darauf ein und gleichzeitig behalte mir aber die wertfreie Haltung von.

00:04:53: Okay, wir schauen jetzt erstmal wie wir damit arbeiten können.

00:04:57: Das heißt ich gehe nicht so stark im Gefühl mit dass sich mit Leide sondern ich fühle mit aber ich leide nicht mit.

00:05:03: und dann ist ein ganz wichtiger Punkt das ich nicht werte das habe ich gerade auch schon kurz gesagt also in gut oder schlecht, ja das verhalten.

00:05:13: Das ist aber gut oder das ist schlecht?

00:05:14: Oder die Erfahrung, die sie gemacht haben, ist aber Gut oder die ist schlecht.

00:05:18: es gibt an sich keine guten und schlechten Erfahrungen Es gibt einfach nur Erfahrungen Und die Erfahrungen sind entweder Funktional für bestimmte Dinge oder nicht funktional.

00:05:32: Und vor allem auch, wie ich über die Erfahrung denke ist functional für bestimmten Dinge und nicht so funktonal für andere.

00:05:38: Wie meine ich das?

00:05:40: Ich meine es so dass wir immer gucken können wenn der Patient uns eine Geschichte erzählt wie zum Beispiel Gestern in der Therapie hatte ich eine Patientin, die hat eine Chefin auf der Arbeit, die alles kritisiert was sie und ihre Kollegen macht.

00:05:56: Und zwar immer sehr pauschal.

00:05:57: Sie sagt immer ja das ist alles schlecht oder ihr habt hier noch gar nichts gemacht und die Patientin fühlte sich super angegriffen davon.

00:06:04: Die Geschichte war erstmal auch mega glaubwürdig also dass es ne Chefin ist, die irgendwie einen unmöglichen Umgangston hat und man sich da gleich kritisieren fühlt.

00:06:12: Es war alles total nachvollziehbar so.

00:06:15: wenn ich jetzt aber mit leide dass ich das Gefühl habe, okay da kann man aber jetzt auch wirklich nur drunter leiden.

00:06:21: Es ist aber auch eine wirklich herausfordernde Situation dann kann ich ja nicht einen Schritt weiter gehen und gucken wie kann man denn jetzt anders damit umgehen?

00:06:28: Wenn ich aber die Wertfreiheit behalte und gucke erstmal wertfrei auf diese Situation, dann ist es erst mal ein anderer Mensch eine Frau wertfrei betrachtet.

00:06:39: Alles andere sind meine Interpretation.

00:06:41: Also, dass das unmöglich ist eine Interpretion, dass sie mich kritisiert und dass das bedeutet, dass ich meine Arbeit nicht gut genug mache is ne Schlussfolgerung Das es kein Fakt, das ist keine Tatsache.

00:06:53: also wir können immer hingehen Und können dann wieder gucken was ist hier eigentlich die Tatsche?

00:06:58: Was ist Fakt und was ist die Interpretations?

00:07:01: Und das ist wiederum anderes ganz wertvolles Tool, was ich aus dem Coaching gelernt habe.

00:07:05: Dass wir immer alles, was wir erleben und untersuchen können auf – Was sind hier zu den Fakten?

00:07:11: Was könnte man filmen oder filmen aufnehmen?

00:07:13: Was ist messbar?

00:07:14: Und was sind die Interpretationen?

00:07:16: Das, was uns Menschen die meisten Probleme macht, sind dieInterpretation nicht die Fakte.

00:07:21: Weil faktisch ist es einfach nur eine Frau, die ist so und so alt.

00:07:25: Die hat das und das gesagt.

00:07:26: Das könnte man auch auf Film aufnehmen.

00:07:28: Worunter die Patientin leidet, aber ihre eigenen Interpretationen.

00:07:31: Weil die das so sagt, fühle ich mich punktpunktpunkt und dass hat wiederum viel mit ihren eigenen Mustern zu tun nämlich Ich muss aber unterm Radar fliegen!

00:07:41: Ich darf nicht negativ auffallen!

00:07:43: Scheiße jetzt war ich negativ auf weil sie kritisiert mich.

00:07:45: also springt Stress im System an Und das hat erstmal hauptsächlich mit uns zu tun und nicht mit dem anderen.

00:07:52: Das heißt Letztendlich kann ich jede Situation wertfrei betrachten.

00:07:58: Ich kann empathisch mitfühlen, aber ich darf auch immer gucken ist das was die Patientin gerade denkt?

00:08:03: Funktional für das Ziel wo sie hin will und wenn Sie gelassener auf der Arbeit sein will ist es nicht funktional.

00:08:09: Wenn sie denkt okay wenn ich kritisiert werde dann heißt dass ich bin ich gut genug oder wenn ich Kritisiert werden dann heißt das ich habe alles falsch gemacht Und jetzt passiert irgendwas ganz Schlimmes.

00:08:21: also das ist erst mal ein ganz wichtiger Unterschied.

00:08:24: Und dann, der nächste Punkt ist die Verantwortung nicht komplett abzugeben.

00:08:29: Und zwar was heißt das?

00:08:30: Das heißt die Verantwortung für den Therapieerfolg.

00:08:33: wer hat dem?

00:08:34: früher hätte ich gesagt naja Ich bin ja die Therapeuten!

00:08:37: Ich muss ja wissen wie es geht.

00:08:38: Das heißt ich muss die Probleme ja irgendwo lösen.

00:08:41: Ich muss gucken dass die Krankheit besser wird und dass die Symptome besser werden.

00:08:46: Das heisst aber auch ich übernehme einen Großteil der Verantwortung.

00:08:50: So habe ich lange gearbeitet und hab mich abgearbeitet und abgerackert, damit Menschen in die Veränderung kommen.

00:08:56: Und irgendwann habe ich erkannt – da hat das Coaching mir extrem bei geholfen – dass letztendlich erst mal jeder erwachsene Mensch für sich selbst verantwortlich ist!

00:09:06: Ich hab als Therapeut eine Verantwortung, meine Therapie so gut wie möglich durchzuführen.

00:09:12: Dafür trage ich hundertprozent die Verantwortung und der Patient trägt hundert prozent Verantwortung, die Dinge umzusetzen.

00:09:20: Dinge zu reflektieren, Dinge zu verändern weil wenn er oder sie im alten Denken bleibt wird auch die Gefühlswelt und werden auch die Ergebnisse gleich bleiben.

00:09:30: da habe ich keinen Einfluss drauf.

00:09:31: Ich hab nur Einfluß auf meinen Teil und das ist mein Teil nämlich wie ich Therapie mache.

00:09:37: Der Patient hat den Umsetzungspart Und das ist auch etwas, was mir sehr geholfen hat selber gelassener zu sein und auch zufriedener mit meiner Arbeit.

00:09:47: Weil wenn ich zufrieden bin, mit dem wie ich mein Job gemacht habe dann ist es für mich in Ordnung.

00:09:54: Ich mache es nicht mehr abhängig davon ob der Patient sich aus bestimmten Dingen rausentwickelt weil letztendlich ist es sein Leben und da hat er die Verantwortung für oder sie und nicht ich.

00:10:08: Die letzte wichtige Erkenntnis, aus dem Coaching tatsächlich gezogen habe, ist dass wir auch mit sehr, sehr schwerwiegenden Erfahrungen und auch mit traumatischen Erfahrungen anders umgehen können.

00:10:22: Was meine ich damit?

00:10:23: Meine Erfahrung ist, dass wir Therapeuten – ich spreche da mal kollektiv, weil ich hab das bei ganz vielen Kollegen erlebt und auch von Patientenseite – von sehr vielen Patienten gehört die das wiederum bei anderen Therapeuten erlebt haben.

00:10:36: wenn Menschen traumatische Erfahrung machen.

00:10:39: Dann haben wir Therapeuten oft Angst davor, sie zu begleiten weil wir selber Angst haben was falsch zu machen.

00:10:46: Angst haben dass wir sie retraumatisieren, Angst haben das Sie in Gefühlszustände kommen die sie überfordern oder die sie nicht aushalten können und dann wissen wir irgendwann gar nicht mehr wie wir uns verhalten sollen.

00:10:56: Und was ich oft erlebe ist es Menschen mit traumatischen Erfahrungen von Therapien wiederkommen und sagen Ich habe da zwar irgendwie erzählen können aber irgendwie hat mir das nicht geholfen.

00:11:05: Ich hab zwar Verständnis erfahren und Empathie Aber ich habe meine Sachen nicht aufgelöst.

00:11:10: Und das ist auch etwas, was ich gelernt habe in der Coaching-Ausbildung – dass Menschen in der Lage sind, herausfordernde Situationen, die sie im Leben erlebt haben hinter sich zu lassen.

00:11:24: Weil es gibt ja Beispiele von Menschen, die das geschafft haben.

00:11:28: Ein prominentes Beispiel ist zum Beispiel Oprah Winfrey, die hat Vergewaltigungen überlebt und Diskriminierung erlebt.

00:11:35: Die hat Armut erlebt in den jungen Jahren als sie aufgewachsen ist und hat sich zu einer erfolgreichen Frau entwickelt.

00:11:43: Es ist Showmasterin in den USA Wahnsinnig erfolgreich verdient.

00:11:47: Sehr, sehr viel Geld gibt auch gerne zurück an die Communities also an Menschen, die es nicht so gut haben wie sie oder den schweren Staat ins Leben haben.

00:11:55: Die hat wirklich.

00:11:56: aus dem was Sie in den ersten zwanzig, dreißig Jahren Ihres Lebens erlebt hat hat sie sich so rausentwickelt, dass sie sich ein ganz anderes Leben erschaffen hat.

00:12:04: Und solche Menschen zeigen uns ja, dass das möglich ist und wenn das für einen Menschen möglich ist dann ist es auch für dich möglich, dann ist das letztendlich für jeden Patienten möglich.

00:12:14: und so betrachte ich inzwischen meine Patienten egal mit welcher Geschichte Sie kommen.

00:12:18: Ich habe Vertrauen in Sie, dass sie sich aus allem heraus entwickeln können.

00:12:25: Und ja, bestimmte traumatische Erfahrungen brauchen eine bestimmte Therapie, brauchende bestimmte Zeit um auch bestimmte Erfahrung anders bearbeiten zu können.

00:12:34: wenn Flashbacks im Spiel sind macht EMDR Sinn oder Konfrontationstherapie zum Beispiel und diese Beziehungstraumata die brauchen auch Zeit um zu heilen.

00:12:43: nur Menschen können sich auch aus dysfunktionalen Beziehungsmustern wieder herausentwickeln Wenn sie wollen weil nicht jeder will.

00:12:51: Und das ist auch etwas, was ich in der Coaching-Ausbildung gelernt habe, dass ich nicht mehr ziehe und zerre wenn Menschen nicht verändern wollen.

00:12:58: Es ist auch okay, wenn jemand sagt mein Weg ist Ich mach's so weiter!

00:13:03: Weil letztendlich sind wir nicht dafür verantwortlich.

00:13:05: Ich bin nicht verantwortliche für einen anderen Menschen.

00:13:08: Das kann ich gar nicht, weil ich die Entscheidung ja gar nicht treffen kann.

00:13:12: Das kann man immer nur selbst.

00:13:14: D.h.,

00:13:14: ich hab erstmal das Vertrauen in Menschen Dass sie ein immenses Potenzial haben sich weiterzuentwickeln und sich zu verändern.

00:13:22: Und da setze ich an, wenn ich aber merke dass jemand sich nicht verändern möchte oder einen Punkt kommt wo er sich nicht weiter raus entwickeln möchte, wo er in etwas bleiben möchte.

00:13:33: was ihn begrenzt kann man so sehen kann man auch nicht so sehen.

00:13:36: zum Beispiel eine Partnerschaft die nicht super glücklich ist aber er möchte da bleiben er möchte das nicht ver ändern dann ist es auch okay.

00:13:42: das heißt dass wir nicht den Anspruch haben als Therapeuten Unser Anspruch von wie sein sollte über den Patienten zu stöpen, sondern mit dem Patienten zu schauen.

00:13:51: Wo willst du hin?

00:13:52: Und wenn jemand sagt nee und das will ich jetzt aber so lassen und ich bleibe jetzt in der Partnerschaft oder ich behalte meine Essstörung oder ich behalte meine Zwänge.

00:14:01: Ich habe mich damit arrangiert dann auch zu sagen okay Wenn das für dich so ist, dann mach das so!

00:14:07: Ich hab mein Leben Du hast Deins.

00:14:10: Das mag jetzt für manche hart klingen Aber ich glaube nicht dass es hart ist.

00:14:14: hundertprozent eher ermächtigend für den anderen, weil wir vertrauen in den anderen dass er sich verändern kann und wir respektieren aber auch wenn jemand bestimmte Entscheidung anders trifft als wir die treffen würden.

00:14:27: Und das hat die Art wie ich Therapie mache wirklich extrem verändert hat bei mir ganz viel Stress rausgenommen Vor allem glaube ich dadurch, dass ich mich nicht mehr so verantwortlich fühle für das Therapiergebnis.

00:14:38: Und ich habe auch wahnsinnig viel Selbstwertgefühl getankt weil ich mich traue, mich abzugrenzen und mich nicht mir verantwortliche zu fühlen für die Entscheidungen meiner Patienten was dann wiederum früher bedeutet hat, dass sich das mit nach Hause genommen haben, dass der lange drüber nachgedacht hab' Dass ich mich verantwortlicht dafür gefühlt hab', was mich belastet hat um meine Lebensqualität verringert hat und das mache ich nicht mehr!

00:15:02: Das ist ein Benefit von Ansätzen, die eher veränderungsorientiert sind und das heißt nicht dass wir nicht in der Therapie Menschen auch Zeit geben können.

00:15:13: Es kommt wirklich immer sehr darauf an wo sie stehen und ich arbeite auch sehr unterschiedlich mit Menschen wie psychisch krank sind als mit Menschen die gesund sind weil die Kapazitäten andere sind und weil diese Symptome hier auch Beeinträchtigung mit sich bringen die bestimmte Prozesse verlangsamen.

00:15:28: so von daher Auch da nochmal der Appell.

00:15:33: Wir haben es auch an anderer Stelle schon gesagt, wenn du Coach bist und du arbeitest mit Menschen und du merkst sie haben psychische Belastung, Beeinträchtigung, Symptome und die sind massiver und ausgeprägter dann stell dir wirklich die Frage ob du das händeln kannst oder ob das vielleicht eher professionelle Hände gehört weil da hört dein Wissen auf.

00:15:51: wir als Coaches haben ein Wissen über Veränderungen über Motivationen über Denkmuster über die Power von Mindset usw.

00:15:59: Das ist alles schön und gut aber Es gibt Krankheitsbilder, die bringen bestimmte Dinge mit sich.

00:16:03: Die kannst du nicht einschätzen wenn du die Expertise nicht hast.

00:16:08: Und dann lasst die Finger davon und lass da Leute ran, die das gelernt haben.

00:16:11: Weil sie können da noch mal anders mit umgehen.

00:16:14: Ich brech wirklich die Lanze für beide Bereiche.

00:16:16: Psychotherapie hat ihre Berechtigung, Coaching hat Ihre Berechtigungen.

00:16:19: Es gibt sehr gute Coaching-Methoden.

00:16:21: Mit denen kann man sehr gut arbeiten und sogar lässt sich ganz viel aus dem Coachingbereich super in die Therapie integrieren weil es da um Kommunikation und innere Haltung geht.

00:16:32: Das machen wir permanent und ich würde mir wünschen dass wir Therapeuten viel mehr darin bestärkt werden, wie wir mit Patienten kommunizieren und wie wir eine innere Haltung entwickeln die uns diesen Beruf auch langfristig gesund und erfüllt ausüben lässt.

00:16:46: Weil das kommt meiner Meinung nach in unserer Grundausbildung zu kurz Und vielleicht ist das auch der Grund, warum so viele Therapeuten irgendwann gestresst sind oder ausbrennen.

00:16:55: Oder die Lust und den Spaß an ihrem Job verlieren?

00:16:58: Weil ich glaube wir machen den Job grundsätzlich sehr gerne und haben ja eine wahnsinnig lange Ausbildung auf uns genommen um ihn auszuüben!

00:17:05: Das finde ich einfach schade und deswegen freue mich dass wir jetzt diese Coaching-Ausbildung haben.

00:17:10: und wenn du dich dafür interessierst... Und du bist Therapeut oder auch Arzt, da melde ich bei uns.

00:17:15: Es ist eine integrative Ausbildung für Ärzte und Therapeuten.

00:17:18: Sie ist kammerzertifiziert.

00:17:19: Du kriegst als Therapeut zweiundsebzig Fortbildungspunkte Als Arzt sogar hundert und elf.

00:17:24: es sind vier Wochenenden halbes Jahr Supervisionen.

00:17:26: wenn du Bock hast auf solche Tools die wirklich sowohl dein Leben verändern können als auch Die Art wie du mit Patienten arbeitest Da melde dich bei uns.

00:17:35: Ich freue mich auf dich.

00:17:36: vielen Dank fürs zuhören und Wenn du weitere inspirierende Inputs von uns haben möchtest zum Thema ganzheitliche Gesundheitsförderung.

00:17:45: Folge uns doch einfach auf Instagram, Facebook oder LinkedIn – da findest du noch mehr von uns!

00:17:50: Bis zum nächsten Mal.

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